Eine Woche lang gaben sich die Akkordeonspieler aus fünfzehn Ortschaften gemeinsam ihrer Leidenschaft, dem Akkordeonspiel, in Taks im Rahmen der Landesrat-Harmonikawoche hin.
Qualitativ hochwertige Darbietungen und die Betonung des einzigartigen schwäbischen Musikstils in der Traditionspflege. Während der gemeinsam verbrachten Zeit waren diese die wichtigsten Eckpunkte, die die Zusammenarbeit der Musiker bestimmtenDas ist kein Zufall, denn die Musiker kommen in dieses Camp, um den „Reiz” und den einzigartigen Charakter der ungarndeutschen Volksmusik zu spüren und gemeinsam zu erlernen.
Während der Fortbildung wurden sie von zwei großartigen Akkordeonisten, Dávid Solymosi und Norbert Sax, mit fachlicher Anleitung betreut, und László Kreisz, Vorsitzender des Landesrats, der selbst ein Liebhaber des Akkordeons ist, half den Musikern mit seiner Erfahrung, sich zu entfalten.
Der Landesrat organisiert seit 16 Jahren die Harmonikawoche, an der bisher insgesamt 92 junge Akkordeonspieler teilgenommen haben. Das Harmonikalager bietet jedes Jahr eine hervorragende Gelegenheit für Musiker aus allen entfernten Ecken des Landes, Erfahrungen auszutauschen und Kontakte zu pflegen. Da sie sich grundsätzlich einmal im Jahr in dieser Woche treffen und gemeinsam musizieren, freuen sie sich besonders auf das Abschlusskonzert, bei dem sie dem Publikum das Ergebnis ihrer einwöchigen Zusammenarbeit präsentieren können.
Dieses Jahr verbrachten sie die Woche im Freizeitzentrum Zöld Sziget in Taks.
Als Ergebnis mehrstündiger Proben und Feinabstimmungen konnten wir am vergangenen Freitag beim Abschlusskonzert, das in der herrlichen Sommerabendstimmung im Musikpavillon auf dem Hauptplatz von Taks stattfand, ein sorgfältig zusammengestelltes, hochkarätiges Musikerlebnis genießen.
Landesrat-Vorsitzender László Kreisz sagte in seiner Eröffnungsrede, dass Kultur und Musik eine Art schöne innere Disziplin und Haltung vermitteln würden, die den Respekt für alles wecken, was wir von unseren Vorfahren erhielten.
Unter den Gästen des Konzerts hob er den Musiklehrer Frigyes Tábori hervor, der vor vierzig Jahren drei renommierte Akkordeonspieler aus Taks, darunter auch ihn selbst, sowie den Lagerleiter Dávid Solymosi und auch Zoltán Kassai, auf ihren musikalischen Weg gebracht hatte.
Das Konzert wurde anschließend von Dávid Solymosi moderiert. Das Festprogramm bestand aus drei Blöcken mit Melodien aus der Region, die den Ungarndeutschen vertraut sind. Stolz stellte er die Mitglieder des Orchesters vor und hob deren schöne Darbietung besonders hervor, da es sich nicht um ein aktiv tätiges Harmoikakapelle handelt, das regelmäßig probt.
Zur Harmonikawoche wurden Musiker aus dem ganzen Land eingeladen, die dieses Jahr aus folgenden Orten kamen: Hidikut, Kalasch, Tschip, Waschludt, Harast, Deutsch-Jula, Werischwar, Diósd, Budapest-Tschepele, Wetschesch, Pußtawam, Tscholnok, Taks, Leinwar und Budapest-Pestelisabeth.
Er hob besonders die jüngsten und ältesten Teilnehmer hervor. Tamás Tóth aus Pestelisabeth nimmt seit 2014 teil und zögerte auch dieses Jahr nicht, sich als Erster anzumelden. Die beiden jüngsten Akkordeonisten, Kristóf Varga aus Werischwar und Péter Vajna-Rötzer aus Harast, standen die langen Proben heldenhaft durch.
Der erste Teil des Konzerts war der Gegenwart gewidmet. Im Rahmen des Programms bewegten wir uns von der Gegenwart in die Vergangenheit. Im ersten Teil hörten wir Stücke, die Dávid Solymosi während seiner Karriere als Dirigent gespielt hatte.
2016 bat István Geiger, Akkordeonlehrer aus Madaras, Dávid Solymosi, nach seinem Rücktritt die Leitung der Harmonikawoche zu übernehmen. Dávid nahm diese Aufgabe gerne an, da er bereits seit 2011 aktiv an der Arbeit des Lagers beteiligt war.
Das erste Stück, die „Schöne Mizzi Polka”, stammt aus der orangefarbenen Schallplatte „Gruß aus Dunaharaszti” aus den 1960er Jahren, die den Grundstein für die Akkordeonisten legte und auf der das Budapester Konzertorchester unter der Leitung von Rudolf Wolf spielt. Laut Dávid ist eine Schwabenkapelle keine richtige Kapelle, wenn sie nicht mindestens ein Lied von dieser Platte spielt.
Danach wurde zum Dreivierteltakt gewechselt. Obwohl man an einen Walzer denken könnte, wurde hier jedoch ein fast schon in Vergessenheit geratene Musikstil wiederbelebt, nämlich die Mazurka. Die Noten zur Mazurka „Sehnsucht der Liebe” aus Wetschesch erhielt Dávid von Bence Brunner, der sie für ein Harmonikaorchester umgeschrieben hatte.
Anschließend trat die traditionelle Formation Dreidörfler Buam aus Harast auf, die regelmäßig von Norbert Sax auf dem Akkordeon begleitet wird. Ihre humorvollen Texte brachten das Publikum zum Lachen.
Im zweiten Teil des Konzerts erklangen nicht-ungarndeutsche Stücke. Mit Freude erinnerten sich die Musiker an ihre Reise nach Tschechien im Jahr 2019, als die Harmonikakapelle am Sobeslav Kubés Festival teilnahm, wo sie auf dem Hauptplatz von Sobeslav vor Tausenden von Menschen zusammen mit anderen namhaften Kapellen spielen durfte. Als besonderes Erlebnis behalten sie den Moment in Erinnerung, als der Komponist Ladislav Kubés selbst die „Südböhmische Polka” für sie dirigierte.
Es folgte das besondere Stück „Rosen der Liebe”, das als schöner schwäbischer Walzer in das Repertoire der Kapelle aufgenommen wurde, sich jedoch später als gar nicht schwäbisch entpuppte. Dennoch liegt dieses Stück der Musiker sehr am Herzen, dessen Komponist Robert Payer in Agendorf geboren wurde, später nach Burgenland zog und dort bis heute tätig ist. Anschließend hörten wir die Polka „Böhmischer Traum”, die auch in Taks sehr beliebt ist, und konnten uns an dem Spiel eines weiteren hervorragenden Musikers, Ádám Weisz, erfreuen.
Im dritten Teils des Konzerts schwelgten wir wieder in der Vergangenheit, denn die Lieder erinnerten uns mit großer Ehrerbietung an Herrn Geiger, der viele Jahre lang die Harmonikawoche geleitet hatte. Dávid Solymosi bemüht sich, den Jugendlichen die Lieder auf die Art und Weise zu vermitteln, wie er sie damals von seinem Lehrer gelernt hatte.
Der Musikblock begann mit einem Marsch aus Madaras: dem Lied Éljen Péter és Pál (Es lebe Peter und Paul) aus der Feder von Márton Müller. Anschließend spielte Ádám Weisz aus Waschludt, einer der herausragenden Musiker der Akkordeonwelt, auf seinem Steier Akkordeon den Walzer „Tiroler Klänge”. Der Block endete mit der Franzl-Polka, einer Transkription von Johann Fódi, einem der Gründungsmitglieder des Landesrats.
Die nächste Darbietung war ein ganz besonderes Erlebnis! Unter den Teilnehmern waren nicht nur Amateur-Musiker im positiven Sinne, die dieses Instrument von ganzem Herzen lieben und in ihrer Freizeit spielen, wann immer sie können.
Seit Jahren gehören drei junge talentierte Musiker zu den Teilnehmern: Evelyn Mira Schalbert aus Hidikut, Réka Nagy aus Kalas und Bálint Patarcsits aus Tschip, die am Konservatorium studieren und sich darauf vorbereiten, professionelle Akkordeonspieler zu werden. Mit einer wunderschönen Darbietung von Astor Piazzollas bekanntestem und meistgespieltem Stück, „Libertango”, begeisterten sie das Publikum.
Zum Abschluss des Konzerts erklang die beliebte „Inselbaum-Polka”, die in ungarndeutschen Kreisen von Taks über Schorokschar bis Wetschesch sowie entlang der Donau jeder kennt und bei der jedem Menschen mit schwäbischer Seele das Blut seiner Vorfahren in den Adern zu brodeln beginnt und sein Herz höher schlägt.
Die Akkordeonisten bescherten dem Publikum einen großartigen Sommerabend und bewiesen, dass ihnen ihre Traditionen und ihr Erbe wichtig sind, und dass ihre ungarndeutsche Musiksprache in ihnen sicherlich weiterleben wird. Wir danken den Musikern und den Lagerleitern für ihre Teilnahme und freuen uns schon jetzt darauf, sie nächstes Jahr wieder im Lager begrüßen zu dürfen!
Die Veranstaltung wurde durch das Bundesministeriums des Innern (BMI), die Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen (LdU), die ungarischen Regierung und die Takser Deutsche Nationalitätenselbstverwaltung gefördert.
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